SchlagwortZukunft

Zeitalter der Krise: Notfall oder Dauerzustand?

Die Architektur und das Bauen stehen im Schnittpunkt aktueller Krisen: Wohnungsmangel und Betongold, räumliche Distanz und die Aufteilung des öffentlichen Raums, massiver Energieverbrauch und CO2-Ausstoß. Wie hängen all diese Krisen zusammen? Befinden wir uns in einem Zeitalter, in dem der Ausnahmezustand der Normalzustand geworden ist und das auch bleibt? Wie gehen wir mit Krisen um und wie können wir handeln, anstatt komplett die Kontrolle zu verlieren? Welchen Blick darauf haben Klimaforscherinnen, Philosophinnen und Wohnbauexpert*innen, welche Forderungen hat die junge Generation, und welche Lösungen kann die stets optimistische Disziplin der Architektur bieten? Diese Fragen diskutiert ein interdisziplinäres Podium auf breiter gesellschaftlicher Ebene.Gäste:Alexander Hagner, Architekt, gaupenraub +/-, WienElke Krasny, Co-Kuratorin der Az W-Ausstellung „Critical Care. Architektur für einen Planeten in der Krise“, WienKatharina Rogenhofer, Sprecherin des Klimavolksbegehrens und Mitgründerin von Fridays for future Österreich, WienKarin Zauner-Lohnmeyer, Sprecherin der Europäischen Bürgerinitiative „Housing for All“, WienModeration:Maik Novotny, Architekturjournalist

Vision gefällig? Bitteschön:

Die Häuser der Zukunft sind aus Holz, gehören Genossen*innen und stehen auf Erbpachtgrundstücken. Einen intelligenten Kühlschrank – haben sie nicht. Ein Gespräch mit dem Architekten Andreas Hofer über attraktive Quartiere, gierige Spekulanten und vermeintliche Platzprobleme.

Dass der Immobilienmarkt in Deutschland vor 30 Jahren „den Spekulanten zum Fraß vorgeworfen wurde“, ist für Andreas Hofer, Architekt und Intendant der Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart, ein Hauptgrund für die heutige Wohnungsmisere. Warum gemeinschaftliche, genossenschaftliche Wohnprojekte eine sinnvolle Alternative sind, erläutert er im folgenden Video:

Quelle: mehrwert2021.de

Bullshit-Bingo der Verkehrswende

Einen wunderbaren Kommentar auf heise.de zum Jahresanfang zur Verkehrswende möchte ich Euch in Ausschnitten heute nicht vorenthalten. Den ganzen Text könnt und misst Ihr Euch hier anschauen……


Ein paar Schlüsselbegriffe, die bei jeder Debatte früher oder später auftauchen – und was dahinter steckt.

Mehr noch als jedes andere Thema wird die Debatte um den Verkehr hoch emotional geführt – geht es doch schließlich (vorrangig) um des Deutschen Liebstes Kind und daher um nichts weniger als die persönliche Freiheit. Wie komme ich von A nach B? Welche Eventualitäten müssen abgedeckt sein? Welche Neuerungen müssen her? Welche weg? Es folgt daher ein kleines, bissiges Glossar, das Sie für Argumente in der Debatte rüstet.

Antriebswende:

„Eine Antriebswende ist noch keine Verkehrswende“, heißt es gerne aus eher linken Kreisen – oft gefolgt vom (bei Konservativen gut anschlussfähigen) Hinweis, dass E-Autos auch nicht besser seien als Verbrenner. Die Tatsache, dass das erste Argument zweifellos richtig ist, macht das zweite allerdings auch nicht besser [1].

Blackout:

Passiert nach den Befürchtungen vieler unweigerlich, wenn alle Menschen ihre E-Autos gleichzeitig laden würden. [2] Theoretisch richtig, gilt aber auch für Föns, Kaffeemaschinen oder Backöfen.

Bullerbü:

Berlin sei nicht Bullerbü, sagte Franziska Giffey (SPD) im Berliner Wahlkampf. [3] Soll heißen: Weniger Autos und mehr Radwege sei nichts für Metropolen wie Berlin, sondern nur etwas für idyllische Käffer. Zu denen zählt Giffey offenbar auch Städte wie Barcelona oder Paris [4].

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Export::

Bricht ein, sobald deutsche Autobauer nicht mehr ungebremst auf deutschen Autobahnen die Glanzstücke deutsche Ingenieurskunst zur Schau stellen können. Damit würde Porsche und BMW ein ähnliches Schicksal drohen wie Ferrari und Lamborghini, denen jegliche Kompetenz in Sachen Sportlichkeit und Geschwindigkeit bekanntlich abzusprechen ist.

Freiheit:

Wird gerne verwechselt mit dem für sich beanspruchten Recht, unlustauslösende Regelungen zu bekämpfen oder zu ignorieren.

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Lastenräder:

„Sie sind zu schwer, zu breit, viel zu schnell und werden von Leuten benutzt, die wie in einer Wahlwerbung der Grünen aussehen“, findet Welt-Blogger Don Alphonso [10]. Das Argument erweist seine glasklare Logik schon in dem Moment, in dem man ein Lastenrad mal neben ein SUV stellt. „Doch hier geht es nicht um Argumente, sondern um Gefühle“, wie die Zeit schreibt [11]. Lastenräder werden gerne von Leuten gefahren, die wir nicht mögen („Alnatura-Adel [12]„). Und deshalb sind Lastenräder doof.

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Parkraumbewirtschaftung:

Eingriff in das Gewohnheitsrecht, öffentlichen Raum beliebig in Anspruch nehmen zu dürfen.

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Pünktlichkeit:

Erreichen Busse und Bahnen nie, Autos aber praktisch immer – zumindest, wenn man ausreichend Zeit für Staus und rote Ampeln einplant.

so, den Rest, genauso intelligent und zum schmunzeln, lest bitte auf heise.de, viel Spaß.

DU hast die WAHL. Mach den Klimawahlcheck!

Die Initiatoren des Klimawahlchecks zur Bundestagswahl, bestehend aus der Klima-Allianz Deutschland, GermanZero und der Nabu und weitere Organisationen, haben einen einfachen Check ins Netz gestellt, bei der jeder selber überprüfen wie seine Meinungen, Überzeugungen mit den Wahlprogrammen der zu Bundestagswahl übereinstimmt.

Mit 28 Fragen wird der Bereich Klima umfassend beackert und gibt den Nutzer eindeutige Hinweise wo die Parteien stehen.

Klick einfach auf das Bild:

Hier die Info zum Projekt mehr gibt es auf der Homepage der Initiatoren hier…….

Parteien im Klimawahlcheck – Verbände stellen Online-Tool zur Bundestagswahl 2021 vor

Wer steht wofür beim Klimaschutz? Ab heute können Wählerinnen und Wähler sich in einem neuen Online-Tool auf klimawahlcheck.org über Klima-Positionen der Parteien zur Bundestagswahl informieren, eine Selbsteinschätzung eingeben und herausfinden, wo sie selbst im Parteienspektrum stehen. Die Klima-Allianz Deutschland, GermanZero und der NABU haben dafür die Wahlprogramme der großen demokratischen Parteien ausgewertet.

Im September entscheiden die Wählerinnen und Wähler in Deutschland über eine Bundesregierung, die in den kommenden vier Jahren ambitionierten Klimaschutz und einen sozial gerechten Umbau unserer Wirtschafts- und Lebensweise organisieren muss. Den klimapolitischen Plänen der Parteien kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.

Für das Tool haben die Verbände die Wahlprogramme der fünf größten, demokratischen Parteien analysiert und mit Blick auf deren klimapolitische Maßnahmen und Ziele bewertet. Ähnlich wie beim Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung werden die Nutzerinnen und Nutzer selbst um ihre Einschätzung zu dringenden klimapolitischen Entscheidungen befragt. Anschließend erhalten sie den Vergleich mit den Parteiprogrammen. Jeder Frage ist eine Erläuterung beigefügt, die die Relevanz für den Klimaschutz verdeutlicht.

Weiter geht’s hier….. (externer Link)

Roger Keil: „Covid Urban: Dimensionen der Peripherie in der städtischen Gesellschaft“, 26.1.2021

Quelle: s u b \ u r b a n. zeitschrift für kritische stadtforschung

Wir freuen uns euch auf die Aufzeichnung eines Vortrags von Roger Keil mit dem Titel „Covid Urban – Dimensionen der Peripherie in der städtischen Gesellschaft“ aufmerksam zu machen. Der Vortrag fand am 26. Januar 2021 im Rahmen der translokalen Vorlesungsreihe „Geographien von Covid-19“ statt.

Der Vortrag beleuchtet die Einwirkungen der COVID-19 Pandemie auf die verschiedenen Dimensionen der Peripherie der städtischen Gesellschaft. Ausgehend von der Annahme, dass wir nun im Zeitalter der vollständigen Urbanisierung leben, können wir feststellen, dass COVID-19 die erste Infektionskrankheit der globalisierten städtischen Gesellschaft ist. Vor dem Hintergrund jüngerer Epidemien im städtischen Raum, von SARS bis Ebola, zeigt Roger Keil, dass die Entstehung und Verbreitung der COVID-19 Pandemie mit der ‚ausgedehnten‘ Urbanisierung zu tun hat, die heute die Welt der Stadt dominiert. Ebenso führt er vor, wie die Auswirkungen der inzwischen globalen Seuche insbesondere die sozialen, räumlichen und institutionellen Peripherien der ‚globalen Stadt‘ am härtesten betroffen haben. Zuletzt diskutiert er, wie die Pandemie die Horizonte urbanistischer Praxis verändert hat, indem Perspektiven auf Klimawandel, Antirassismus und ökonomischer Krise durch die Erfahrung der Krankheit an Schärfe und Profil gewonnen haben.